Spannende Vorträge und intensive Diskussionen über die EU-DSGVO vor knapp 200 Teilnehmern

Mai 30 2018

von Dr. Mathias Höschel, 1. Vorsitzender Bundesverband Verrechnungsstellen Gesundheit e.V.

Die am 25. Mai in Kraft tretende DSGVO stand am Montagabend, den 14.05.2018 in der Handwerkskammer Düsseldorf im Mittelpunkt intensiver Diskussionen der ca. 200 Teilnehmer auf dem von Dr. Mathias Höschel initiierten „Forum für Europa – Vision und Wirklichkeit“.

Nach kurzen Einführungsworten vom Präsidenten der Handwerkskammer und Gastgeber der Veranstaltung, Andreas Ehlert und mir, ging es mit den Vorträgen der Gastreferenten los.

Den hochaktuellen Einführungsvortrag hielt der Fachanwalt für Medizinrecht, Stephan Gierthmühlen. Er führte in die umfassende Thematik der DSGVO gekonnt ein und zeigte anhand einer informativen Präsentation, was es in Zukunft zu beachten gilt. Dabei ging er unter anderem auf die Grundsätze des Datenschutzrechts, die Pflichten des Verantwortlichen und was es für Betreiber einer Homepage zu beachten gilt, ein.

Anschließend beleuchtete Axel Voss, MdEP die Datenschutzgrundverordnung aus der politischen Sichtweise. Er zeigte auf, welche gravierenden Auswirkungen unsere Spur, die wir im Internet hinterlassen, haben kann und erläuterte dies anhand eines Beispiels, indem er sagte, dass bereits durch 500 Klicks im Internet, bestimmte Unternehmen eine Person besser kennen würden, als der eigene Ehepartner. Der Europaabgeordnete, der beim Beschluss der Verordnung mit „Nein“ abgestimmt hatte, kritisierte außerdem den extrem langen Zeitraum von knapp 10 Jahren, den es gebraucht hatte, das neue Gesetz auf den Weg zu bringen. Zuletzt wies Herr Voss daraufhin, dass das wichtigste für einen Kleinunternehmer zunächst die eigene Homepage sei, diese sollte bis zum 25. Mai den neuen Richtlinien angepasst sein. Dann hätte der Einzelne wenig zu befürchten.

Nach den Vorträgen der Referenten hatten die Besucher die Möglichkeit, Herrn Voss und Herrn Gierthmühlen Ihre eigenen Fragen und Bedenken mitzuteilen. Dies wurde ausgiebig genutzt und es wurden unter anderem der Stellenwert der Einwilligungserklärungen, die eigene Homepage und viele weitere Themen noch einmal genauer beleuchtet.

Abschließend fasste ich die Erkenntnisse der Veranstaltung kurz zusammen und verdeutlichte erneut, dass zunächst der eigenen Homepage die größte Relevanz zu teil werden sollte, da dort die meisten Datenschutzverstöße lauern und dem entsprechend die Gefahr einer Sanktion am größten wäre.

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